Leonardo da Vinci, Piero della Francesca, Michelangelo Buonarroti
| Die Landschaften der großen Meister |
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La Scheggia ist 24 km von Caprese entfernt, wo Michelangelo Buonarroti geboren wurde. Die Berge dieser Orte waren die Inspirationsquelle seiner Werke (man denke nur an das Projekt, die apuanischen Alpen als Skulptur zu meißeln). Aus ihrer Schönheit und ihren felsigen Massiven entspringen sein ästhetischer Sinn und die Leidenschaft für die Skulptur, die sich in den aus Stein gewonnenen Figuren konkretisieren, die durch die „Macht des Wegnehmens“ geschaffen wurden. Das Profil des Chiusifelsens über der Verna kann man indessen im Hintergrund der „Schöpfung von Adam“ ausmachen, hinter den beiden beschützenden Händen. Auch Piero della Francesca, in Sansepolcro geboren, zieht seine Inspiration aus diesen Landschaften. Das Licht und die Beschaffenheit des urtümlichen Geländes charakterisieren alle seine Werke. Die Klarheit und die Geometrie, für ihn Symbole göttlicher Ausstrahlung, bringen sich in seine Gemälde ein, so finden sie auch Ausdruck in der „Auferstehung“ der Pinacoteca Civica. Als Hommage an die von Piero geleisteten Studien zur Perspektive, mit besonderem Augenmerk auf dem Verhältnis von Raum und Landschaft, wurde an einem Aussichtspunkt der La Scheggia das Modell eines großen verwitternden Kopfes des Künstlers, das er selbst gezeichnet hatte, installiert. Das Werk stammt von dem genuesischen Bildhauer Sergio Bovenga, der auf dem Feld der Vision schon immer an den Wechselwirkungen zwischen Wissenschaft und Kunst interessiert war. Leonardo da Vinci, dem wir das wichtigste graphische Zeugnis des Tales mit dem Scheggiafelsen und dem Montautoberg über Arezzo verdanken, hat diese Orte mehrere Male aufgegriffen: die Burianobrücke und die Gräben von Valdarno im Hintergrund der „Mona Lisa“, die Ebene von Anghiari in der Namensschwester „die Schlacht“, die die Befreiung des aretinischen Gebiets von der Vorherrschaft der Visconti preist. In beiden Werken finden wir die Bewegung betont, als kontinuierliche Verwandlung der Natur, oder als „tierischen Wahnsinn“ der Schlacht, ausgedrückt durch die menschliche Bewegung.
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